PROvendis präsentiert Erfindungen aus Hochschulen & Leibniz-Instituten auf BioVaria - Patentierte Spitzentechnologie aus Nordrhein-Westfalen

15.04.2010 – PROvendis lädt als Mitveranstalter der BioVaria nach München ein. Wissenschaftler und Technologiemanager aus ganz Deutschland und erstmals auch aus Europa, stellen auf der biopharmazeutischen Konferenz und Ausstellung patentgeschützte Technologien aus Hochschulen und Forschungsinstituten vor. Die Themen reichen dabei von der Krebsdiagnostik über Infektionskrankheiten bis hin zu Stoffwechsel-, Autoimmun- oder neurodegenerativen Erkrankungen. Neu auf der BioVaria in 2010 ist ein Spin off-Forum, in dem europäische Ausgründungen vorgestellt werden.

Die BioVaria-Partner streben an, durch das Technologieforum Auslizenzierungen und Kooperationen im frühen kommerziellen Entwicklungsstadium zu initiieren. Vorgestellt werden die Innovationen als Poster und in kurzen Vorträgen. Dabei besteht die Möglichkeit zum Austausch mit Erfindern und Innovationsmanagern.
PROvendis kommt mit ausgewählten Spitzentechnologien aus den lebenswissenschaftlichen Disziplinen der Hochschulen des Landes Nordrhein Westfalen sowie des Leibniz-Institutes für Analytische Wissenschaften (ISAS) und für Arbeitsforschung (IfADo) nach München. Unter anderem präsentiert die Patentvermarktungsgesellschaft zwei Technologien, auf deren Basis die Erfinder gezielte Therapien zur Behandlung von Arteriosklerose, Schlaganfall und anderen Kreislauferkrankungen entwickeln wollen.

Arteriosklerose-Prävention
Die erste Erfindung befasst sich mit der Identifizierung der zentralen Rolle eines körpereigenen Moleküls, einer so genannten Mikro-RNA, bei der Bekämpfung von Gefäßerkrankungen wie der Arteriosklerose. Die zweite Erfindung betrifft die besondere Funktion eines Chemokins, eines Botenstoffes des Immunsystems: Im Mausversuch zeigten die Erfinder, dass durch die Entfernung dieses Chemokins die Entwicklung und das Fortschreiten von Gefäßerkrankungen wie der Arteriosklerose reduziert wird.

Toxizitätstest
Zudem wird eine Methode vorgestellt, mit der eine schnelle, einfache und reproduzierbare Untersuchung neurotoxischer Wirkungen von Chemikalien möglich ist. Solche Tests sind spätestens seit dem Inkrafttreten der EU-Chemikalienverordnung REACH notwendig. Mit einem Nervenzellen-Netzwerk, welches sich auf einem Mikrochip befindet, können innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Substanzen auf ihre Giftigkeit analysiert werden. Da anhand dieses neuen in vitro-Modells Vorgänge im lebenden Organismus dargestellt werden, könnte die Methode zu einer Reduzierung der Anzahl notwendiger Tierversuche dienen.

Entzündungen hemmen
NOD2-Inhibitoren sind neuartige chemische Substanzen, die ein spezielles Eiweiß, das NOD2-Protein, blocken können. Da das genannte Protein an körpereigenen Entzündungsprozessen beteiligt ist, sollen mit den Inhibitoren Entzündungsreaktionen behandelt werden. Auch andere Krankheiten, die mit dem NOD2-Protein in Zusammenhang stehen, sollen auf diese Weise therapiert werden, beispielsweise das Blau-Syndrom.

Neutrale statt bittere Pillen
Präsentiert wird ferner ein Verfahren zur Herstellung von geschmacksmaskierenden Wirkstoffkügelchen auf Lipidbasis, so genannten Pellets. Durch die spezielle Kombination der Lipide bildet sich während der Herstellung automatisch eine wirkstofffreie und damit geschmacksneutrale Schicht auf der Pelletoberfläche. Damit entfällt ein häufig notwendiger zweiter Prozessschritt: das Überziehen der Pellets mit Polymeren. Die einfachen Prozessbedingungen führen zu einer Zeit- und Kostenersparnis. Neben der Geschmacksmaskierung können die Pellets zudem dazu genutzt werden, Wirkstoffe zu stabilisieren und die Mundschleimhaut zu schützen.

Neben PROvendis präsentieren auch andere Institutionen und Vermarktungsgesellschaften auf der von Ascenion veranstalteten Partnering-Veranstaltung ihre Technologien: die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH, die Bayerische Patentallianz GmbH, Birkeland Innovation, EMBLEM Technology Transfer GmbH, FIST S.A. (France Innovation Scientifique & Transfert), der Fraunhofer Verbund Life Sciences, die IPAL GmbH, die IP Bewertungs AG, die Life Science Inkubator GmbH, die Max-Planck-Innovation GmbH und das Nationale Genomforschungsnetz.


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